Verfasst von: kille3 | 17. Mai 2011

Wylkowe – Вилково

Meine Eltern waren die letzten zwei Aprilwochen zu Besuch und haben sich ausgiebig Odessa angeschaut. Sie haben wirklich viele Ecken gesehen und sind etliche Stunden in der Marschrutka gefahren um ans Ziel zu kommen. Ursprünglich hatten wir geplant für eine Woche auf die Krim zu fahren, doch hat es sich vom zeitlichem Rahmen nicht gelohnt. So haben wir uns nach einem Ziel umgesehen, was man in ein paar Stunden erreichen kann. So sind wir auf Wylkowo gekommen. Es ist ein kleines Dorf ganz im Süden der Ukraine, an der Grenze zu Rumänien. Es wird auch „Das ukrainische Venedig“ genannt. Es liegt am (im?!) Donaudelta, was ein riesengroßes Naturschutzreservat ist. Hier fließt also die Donau, nach ihren 2857 km in das Schwarze Meer. Wylkowo ist das letzte Dorf vor der Mündung auf ukrainischer Seite.
Die Anreise war ein Abenteuer, wie eigentlich immer hier. Mit der Marshrutka ging es über 200km 3,5h über Straßen, Feldwege und Pisten – die den Namen wirklich verdienen. Wir sind kurz durch Moldawien gefahren, weil es nur die eine Straße in diese Richtung gibt. Angekommen sind wir im total verschlafenen Dörfchen Wylkovo. 9000 Einwohner, aber es gab nur 2 „Gaststätten“ und 2 Hotels, keinen Supermarkt, nur „Tante Emma Läden“ und ein paar Kirchen. Alles was man so zum Leben braucht. Wir haben in dem touristisch attraktiveren Hotel eingecheckt, was sich direkt am Ufer eines Donauarms befindet. Sofort haben wir auch noch den restlichen Tag genutzt und sind mit dem Boot an den O. km der Donau gefahren. Dort gab es vor allem lange Strände, viele Vögel und die totale Natur zu sehen. Ein Ort wo ich auch länger hätte bleiben können. Aber schaut euch die Bilder an.
Natürlich haben wir uns auch die Wasserstraßen angeschaut, die mit Stegen umbaut sind und die man mit schmalen Brücken überqueren kann. Man hat sich schon ein bisschen wie in Venedig gefühlt, wenn ein Haus nur über einen Steg über den Kanal erreichbar ist und ein Boot in der „Einfahrt“ parkt. 😉 Natürlich kann man Wylkovo nicht mit Venedig vergleichen, aber in einem Punkt müsste Wylkowo den Vergleich nicht scheuen. Wenn es darum geht, welche Stadt am lautesten „quackt“, hat Wylkowo wohl gleich gewonnen. In den Kanälen und Tümpeln haben sich bergeweise Frösche versammelt um die Umgebung mit ihrem Lärm zu beschallen. Und sie waren lauter als die Hunde, die normalerweise die Lärmquelle Nummer 1 in der Ukraine sind.
Ansonsten hat das Dorf nicht viel mehr zu bieten als wir in den 24h gesehen haben. Diverse Bootstouren kann man noch machen und im Sommer sicherlich einen ruhigen Urlaub genießen. Doch mehr als 3 Tage kann man es in der Vorsaison, als einzigster Tourist weit und breit, nicht aushalten. Immerhin haben wir über den Fluß mal wieder EU-Ausland gesehen – Rumänien. 😉

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